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Uzbekistan: SURKHANDARYA

SURKHANDARYA

Uzbekistan

Die Region Surkhandarya liegt im südlichen Teil Usbekistans. Sie zeichnet sich durch viele Sonnentage und ihr abwechslungsreiches Klima aus.

Die Oase Surkhandarya ist berühmt für ihren unschätzbaren Beitrag zur menschlichen Zivilisation und gilt als eines der Zentren der Weltzivilisation. Sie wird als Ort der frühesten menschlichen Siedlungen beschrieben. Überreste menschlicher Siedlungen aus dem Mittelpaläolithikum wurden im Boysun-Gebirge gefunden. In der Gegend von Teshiktash wurden die Knochen eines 8- bis 9-jährigen Kindes aus der Steinzeit entdeckt. Dieser Fund ist weltweit als Neandertaler bekannt.

Die Region ist kulturell und historisch bedeutsam, da hier Folklore und schriftliche Literatur entstanden sind. Der islamische Theoretiker Muhaddis al-Hakim al-Termizi (8.–9. Jahrhundert) lebte und wirkte im antiken Termez. Der bedeutende andalusische (spanische) islamische Gelehrte Muhyiddin ibn al-Arabi (1165–1240) galt als Schüler von Hakim al-Termizi (Er überlieferte Hadithe – die Worte, Taten und Bekenntnisse des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), die nach dem Koran die zweitwichtigste Informationsquelle im Islam darstellen. Zu diesen Hadithen zählen unter anderem Al-Jami' as-Sahih (auch Sunan al-Termizi genannt), Kitab al-‘Ilal und Kitab az-Zuhd.

Von den 359 historischen Denkmälern in der Region Surkhandarya sind 294 archäologischer, 26 architektonischer und 39 monumentaler Natur. Anlässlich des 2.500-jährigen Jubiläums der Stadt Termez wurden in den Jahren 2001–2002 mehrere historische und archäologische Denkmäler in der Region restauriert. Diese Denkmäler sind für ihr hohes Alter und ihre historische Bedeutung berühmt. Sie wurden nach den architektonischen Traditionen von Chorasan erbaut, darunter: der berühmte Jarqurgon-Turm (12. Jahrhundert), der Sultan-Saodat-Komplex (10.–17. Jahrhundert), die Überreste der Staatsfestung Chaghaniyon in Denau (15. Jahrhundert), der Hakim-Komplex in Termez (11.–15. Jahrhundert), die Überreste des Zurmala-Turms in Alt-Termez (2. Jahrhundert), die Kokildor Khanaqah bei Termez (16. Jahrhundert) und weitere Bauwerke.

In den letzten Jahren ist das Interesse an der Geschichte und den Denkmälern der Oase Surkhandarya deutlich gestiegen, was auch die Aufmerksamkeit ausländischer Archäologen auf sich gezogen hat. Die Region besticht zudem durch wunderschöne Berge und Landschaften sowie uralte Höhlen mit prähistorischen Malereien, die jeden Besucher faszinieren. Viele Denkmäler in der Region sind noch nicht vollständig erforscht.

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